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Die Burg hat geöffnet und kann während den Öffnungszeiten mit einer Führung besichtigt werden!




Nächste Termine:

23.08.2017: 15:00 Kindererlebnisführung
23.08.2017: 20:00 Nachtführung
26.08.2017: 13:00 und 14:30 Ein fürstlicher Nachmittag
27.08.2017: 15:00 Kinderführung
27.08.2017: 18:00 Rosenkranzandacht (Friedensgebet)
zu unserer Lieben Frau von Montserrat

30.08.2017: 15:00 Kindererlebnisführung
01.09.2017: 18:00 Kinder-Dämmerungsführung
Anmeldung erforderlich!

02.09.2017: 13:00 und 14:30 Ein fürstlicher Nachmittag
02.09.2017: 15:00 Kinderführung Hugo
03.09.2017: 15:00 Kinderführung
09.09.2017: 13:00 und 14:30 Ein fürstlicher Nachmittag
10.09.2017: 15:00 Kinderführung
13.09.2017: 20:00 Nachtführung
14.09.2017: 18:00 Hl. Messe in der Burgkapelle
Fest der Kreuzerhöhung mit P. Elmar Pitterle SVD

16.09.2017: 13:00 und 14:30 Ein fürstlicher Nachmittag
17.09.2017: 15:00 Kinderführung
23.09.2017: 13:00 und 14:30 Ein fürstlicher Nachmittag
24.09.2017: 15:00 Kinderführung
27.09.2017: 18:00 Rosenkranzandacht (Friedensgebet)
zu unserer Lieben Frau von Montserrat

30.09.2017: 13:00 und 14:30 Ein fürstlicher Nachmittag



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Umgebung

Im fürstlichen Bezirk - auf fürstlichen Spuren

"Der ehemalige englische Landschaftspark"

Ein altes Siedlungsgebiet stellt, der "Burgberg" dar. Funde aus der "Hallstattzeit" belegen eine Besiedelung am heutigen Kalenderberg.

Burg und Wirtschaftshof 1624

In Folge wurde der Kalenderberg, welcher zur Herrschaft der Burg zugehörig war, als Weidefläche genützt, und durch den ehemaligen Wirtschaftshof der Burg - heutige Schlossbereich - als Obst und Gemüsegarten, fast 400 Jahre hindurch genützt. Die Bewaldung, war spärlich und wurde in Folge erst im 19Jh. aufgeforstet. Da der Kalenderberg, wie bereits erwähnt, zur Herrschaft Liechtenstein gehörte, diente er hauptsächlich der "Privatwirtschaft". Dadurch, dass 1502 dem damaligen Besitzer Bartholomäus Freysleben in diesem Jahr sowohl die Burghut von 100 Gulden sowie die Dienste und Weingärten bewilligt wurde, kann man davon ausgehen, dass hier spätestens 1502 Weinbau betrieben wurde. 1596 ließ der Burgverwalter Georg Wiesing einen Meiereihof Burg und Wirtschaftshof 1624 errichten, der auf Viehzucht hinweist. Aus diesem ging später das heutige Schloss Liechtenstein hervor.

Das Schloss 1925

Hier am "Kalenderberg" auch "Liechtenstein" genannt, wurde zwischen 1808 und 1810 Österreichs erster Englische Landschaftspark von Fürst Johann I. v.u.z. Liechtenstein geschaffen. Er umfasste in etwa ein Gebiet, welches von Maria Enzersdorf, Mödling, Hinterbrühl bis Sparbach reichte.

Der ca. 200 ha Kernbereich des große Landschaftspark war Österreichs erster Englische Landschaftspark, welche bis in den Nachkriegsjahren, im Wesentlichen noch erhalten war.

Einen Teil dieses Areals wurde 1907 von Fürst Johann II. von und zu Liechtenstein der Stadt Mödling geschenkt - einen Waldkomplex im Ausmaße von 25.000 m², welcher 1908, anlässlich des sechzigjährigen Regierungsjubiläums des Kaisers und fünfzigjährigen des Fürsten den Namen "Jubiläumspark" erhielt.

Das Areal, samt Burg und Schloss, wurde mit der Eingemeindung 1938 zu Groß-Wien, dem Fürstenhaus enteignet und von den Nationalsozialisten wurden Burg und Schloss als Schulungsbereich genutzt. Das Panzerregiment 3 wurde am 22. März 1938 in der Umgebung stationiert. Am 5. April. 1945 erfolgte der Angriff auf Wien auch über den Süden, vor allem in Maria Enzersdorf, hatten sowjetische Panzer die Abwehrstellungen der Nationalsozialisten, mit enormer Wucht angegriffen. Danach zog die 4. Garde-Armee der Sowjets über den Osten und Südosten nach Wien über Maria Enzersdorf.

Burg und Schloss waren nach dem Krieg von den sowjetischen Truppen abermals geplündert worden. Ein Großteil des Areals selbst ging nach der Aufgliederung zwischen Wien und Niederösterreich 1955 an die Gemeinden.

Das Schloss 1961

Burg und Schloss wurden an das Fürstenhaus retourniert. Ein Teil des Areals selbst ging nach der Aufgliederung zwischen Wien und Niederösterreich 1955 an die Gemeinden, die Meierei (unterhalb der Burg Mödling) wurde 1957 vom Fürstenhaus an die Stadtgemeinde Mödling verkauft.

Durch die darauf folgende Verwendung des Schlosses Liechtenstein als Auffanglager für Ungarn-Flüchtlinge 1956 wurde das Schloss, welches durch die Besatzungstruppen bereits geplündert war, stark in Mitleidenschaft gezogen. Es wurde danach vom Fürstenhaus verkauft. 1961 wurde der östliche Seitenflügel und Nebengebäude des Schlosses abgetragen. Die fehlende Widmung war, wie "bei großen, leerstehenden Gebäuden stets ein besonderes Problem". Als die neue Widmung als Altenheim gefunden war, erklärte sich das Bundesdenkmalamt ausnahmsweise damit einverstanden, dass die Seitentrakte nach ihrem Abbruch originalgetreu wieder aufgebaut werden durften. Dies geschah von 1977 bis 1989. Die Sicht des BDA in dieser Frage war: "Obwohl historische Bausubstanz durch Kopien niemals ersetzt werden kann, blieb hier keine andere Möglichkeit zur Bewahrung des bedeutenden Ensembles, das Schloss Liechtenstein zusammen mit Burg und Garten bildet der Rest des Schlosses bis auf den Mittelbau. Das Schloss wurde 1962 mit ca. 8ha verkauft.

Die Burg wurde im Krieg teilweise durch Granateneinschläge beschädigt, bzw. die Einrichtung und die Kunstgegenstände geraubt. Durch die die NÖ Pfandfinder wurden die Bauschäden schrittweise entfernt.

Vom ehemaligen englischen Landschaftspark verblieben bis heute dem Fürstenhaus ca. 4ha Waldfläche samt Burg. Der Großteil des ehemaligen Areals am Kalenderberg gehört heute den Gemeinden um den "Liechtenstein".

Heute weisen nur mehr die erhalten Landschaftsbauten auf diesen Umstand des englischen Landschaftsparks hin.

Von diesem ehemaligen englischen Landschaftspark ist heute nichts mehr erhalten, die ursprünglichen Gestaltungsprinzipien sind verwildert und geben keinerlei Sichtweise von ehemaligen Blickachsen und der einstigen Landschaftsgestaltung, mehr wieder.

Ob römisches Theater, Husarentempel oder Schwarzer Turm, Burgruine Mödling, die Meierei, der Föhrenhof, usw. der Region um den Anninger und des südlichen Wienerwaldes mit dem ehemaligen Schloss Liechtenstein und der Burg Liechtenstein bilden bis heute einen großartige touristische Anziehungspunkt im Bezirk Mödling. Ohne diese fürstlichen Landschaftsbauten wäre so mancher bekannter Ausflugspunkt und romantischer Ort im Bezirk Mödling nicht denkbar

Selbst die berühmte "Mödlinger Dachlföhre" geht auf Fürst Johann Josef I. v.u.z Liechtenstein zurück. So hat er den Auftrag zur Aufforstung gegeben und damit eine besondere "Biedermeierliche" Landschaft geschaffen in der sich bis heute die Kunst und die Kultur mit der Natur berühren.